Gedanken und Erfahrungen — persönlich, ehrlich, direkt.
Home Assistant hat bei mir als Spielerei angefangen — Lampe per Sprache schalten, dann zwei, dann das ganze Wohnzimmer. Spätestens seit der Teilquerschnittslähmung meiner Frau ist das aber kein Hobby mehr: Was für mich früher Komfort war, ist für uns inzwischen Barrierefreiheit.
Kuse Metallbau aus Königswinter hat die neuen Fenster und Türen im Anbau eingesetzt. Damit weicht der Rohbau-Charakter, und man kann sich erstmals richtig vorstellen, wie Aylins barrierefreier Raum am Ende aussehen wird.
Am Ende waren es einfach zu viele Tabs. Irgendwo der Kalender, woanders das Wetter, dann Docker, Bookmarks, Feeds, Aufgaben. Deshalb habe ich mir ein eigenes Dashboard gevibecodet — selfhosted, über eine YAML-Datei konfigurierbar, und so gebaut, dass das Tool sich nach mir richtet, nicht umgekehrt.
Kein 3D-Druck. Kein Dashboard. Keine Automation. Sondern Höhlenbau mit meinem vierjährigen Sohn. Paracord gespannt, Decken drüber, Wäscheklammern dran — und am Ende war der Stakeholder zufrieden, das MVP stand, Entertainment lief.
Bestehende Gewohnheiten nicht aufbrechen, sondern die App an unseren Alltag anpassen. Mit eigener API, Google-Home-Integration, E-Ink-Display, Android-Widgets und MCP — Claude redet jetzt direkt mit meiner App.
Ich habe keine passende App gefunden. Also habe ich sie für uns gebaut. To-dos und Notizen in einem System, mit Kalender- und Einkaufslisten-Integration, eigener Programmierschnittstelle, selfhosted — gebaut mit KI-Unterstützung und ohne klassische Programmiererfahrung.
Mein 3D-Drucker löst heute Probleme, an die ich beim Kauf nie gedacht hätte. Durch persönliche Betroffenheit in der Familie habe ich angefangen, eigene Hilfsmittel in Fusion 360 zu konstruieren.
Manchmal verändert ein einziger Tag das ganze Leben. Im November 2022 erlitt meine Frau Aylin nach einer Tumor-OP eine Teilquerschnittslähmung. Seitdem kämpfen wir uns Schritt für Schritt durch einen neuen Alltag.
Ich bin in eine Depression gerutscht. Ich habe lange überlegt, ob ich das schreiben soll. Vielleicht hilft es jemandem, der noch nicht weiß, warum er sich mies fühlt.
Jetzt freue ich mich auf die Aufgaben in meiner neuen Position als Head of Digital Transformation in der Kommunikation.
9 Jahre, 38 Events, über 200 Vorträge — und phantastische Menschen kennengelernt. Danke!
Zum Start ins neue Jahr ist noch kurz Zeit für einen Rückblick auf 2021. Obwohl die meiste Zeit zuhause hockend ist ganz schön viel passiert.